Ingrid Dorner

Bio

Ingrid Dorner wurde 1980 in Brioude (Frankreich) geboren. Sie ist spezialisiert in Analog- und Digitalfotografie, Analogfilmentwicklung in der Dunkelkammer sowie alte Fotografieverfahren. Sie hat zudem eine Ausbildung über alte Fotografieverfahren in Paris an der Seite von Sabrina Biancuzzi, Meisterfotografin, absolviert.

Arbeitsbeschrieb

Durch die Wahl einer unerwarteten Kameraeinstellung, durch das Vorhandensein eines Schattens oder eines grellen Lichts, wird das Wichtige zu dem, was nicht gezeigt wird, was sich außerhalb des Fotos befindet. Die Deutung, das Empfinden beim ersten Beobachten von dessen, was «im Rahmen» ist, wird plötzlich umgeworfen, umgewandelt durch das, was wir uns außerhalb des Blickfeldes vorstellen, und durch das, was der Fotoapparat nicht eingefangen hat. Schaufensterpuppen (aus Kunststoff) werden lebendig, während das Leben aus wirklichen Körpern weicht, die in einzelne Teile zerfallen. Das angenehme Gefühl, das man beim ersten Blick auf das Foto verspürte, verfliegt beim längeren Hinschauen. Fragen drängen sich auf und ein Gefühl von Gewalt stellt sich ein. Je länger man hinschaut, umso weniger sicher ist man sich über das, was man sieht. Der Zuschauer erlebt daher entsprechend seiner Art und Weise, ein Foto wahrzunehmen, ein Wechselbad der Gefühle. Erst erhält er den Eindruck von Wohlbefinden, Glück und Sorglosigkeit, der sich dann umkehrt in ein Gefühl von Ernst, Erstickung und abgrundtiefer Traurigkeit, eben „vice versa“.

Katalog Preview